
Die Seite über F&S Stationärmotoren
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Meist
sieht man landwirtschaftliche Geräte nur in gebrauchtem oder
restauriertem Zustand. Die Stufe dazwischen, sprich Bilder der
Restauration, sieht man eher selten. Diese Stufe will ich hier
dokumentieren um zu zeigen, was man dabei alles erleben kann. Da der
Motor schon einiges hinter sich hat und
überlackiert wurde, wird der Unterschied am Ende umso
deutlicher
hervortreten. An für sich ist der Motor vollständig und Original, bis auf ein paar Details: Neuer Kraftstoffhahn und -leitung, Tankbefestigungsschrauben angeschnitten, unterer Teil des Zündkerzensteckers umgeklappt, da größere Zündkerze verbaut, Auspuffendrohr abgesägt, ebenso die Streben des Auspufftopfes, Kugelkopf des Starterhebels angeschliffen. Sonst gibt es ein paar übliche Gebrauchspuren, lediglich das Sachs- Logo hat keine Farbe mehr, im Gegensatz zu den anderen Schildern. Nach der ersten Reinigung ist schon viel mehr zu sehen, z.B. die roten Farbtupfer. Hier sieht man jetzt gut, wie der Lack am Auspuff im Laufe der Zeit abgebrannt wurde und die typische Patina entstanden ist. Ebenso gibt es am Fuß des Auspuffes einige Betonbrocken und am dortigen Motorsockel äußerst hartnäckigen Dreck, vermutlich unverbranntes Benzin- Ölgemisch. Leider ist auch das Bedienungsschild überlackiert. Bei genauem hinsehen, sind ein paar ebenfalls überlackierte Unebenheiten zu entdecken. Vermutlich wurde der Motor wohl erst etwas später oder nachträglich lackiert. Wie oben schon erwähnt, ist er nicht nur äußerlich dreckig. Dort, wo die fast schon rechteckigen Verschmutzungen sind, sind die Lufteinlass- öffnungen am Vergaser. Am Luftilter kann man gut erkennen, ob ein Motor gewartet wird oder nicht. Da diese früher oft täglich im Einsatz waren und es wie bei diesem oft staubte, setzt sich der Luftfilter schnell zu. Innen ist er einigermaßen sauber, dürfte optisch aber kaum noch Luft durchlassen. Der F&S-Vergaser in seinen Einzelteilen - bis auf den Nadelsitz, der sich partu nicht bewegen wollte, ebenso der Schlauchanschluss an der Schwimmerkammer. Im Grunde ist der Vergaser soweit in gutem, wenn auch stark gebrauchtem Zustand. Hier kann man jetzt gut erkennen, was er für eine Wartung bekommen hat. Eine dreckige Schwimmerkammer ist zwar normal, anders dagegen der teils pechschwarze Dreck im Gehäuse des Kolbenschiebers und am gesamten Boden des Ansaugstutzens, dort ca. 1-2 mm hoch! Da stellt sich die Frage, wie so etwas passieren kann. Vielleicht durch zähes Öl und/oder durch öfteres abstellen bei geöffnetem Benzinhahn, ggf. bei hoher Drehzahl. Gut geschützt war der Motor nicht, er hat einiges an Staub eingesaugt. Der Zylinder ist hier schon sauber, war aber nicht allzu dreckig, zumindest der hintere Teil. Der Staub ließ sich leicht abwaschen, nur an den Schaufelrädern blieb er hartnäckig. Man beachte die blaue Farbe an der dritten Kühlrippe von rechts, die bis nach vorne gelaufen ist! Also wurde hier dick oder zumindest flüssig Farbe aufgetragen. Einzig die Zündung ist sauber geblieben. Der freie Platz unten links ist für die Lichtspule. Ansonsten sind die drei typischen Bauteile gut zu erkennen: Die große Zündspule, die direkt links davon sitzenden Kontakte und ganz unten der Kondensator. Das
Getriebe, mit integriertem Hebelstarter - Oder der Hebelstarter mit
integriertem Getriebe? ;-) Hier in größtenteils sauberem Zustand. Das
Bedienungsschild konnte schonend vom Lack befreit werden, nur mit
warmem Wasser, Stahlwolle und Spüli. Jetzt wird auch das
Ausmaß der Beschädigung sichtbar. Das Sachs-Logo hat wieder Farbe. Eigentlich ist das blau etwas heller aber sieht trotzdem gut aus. Die inneren Linien sollten auch blau sein, sind aber so fein, dass es schon große Fingerfertigkeiten und Werkzeug für braucht. So in etwa dürfte er damals ausgesehen haben, von den paar Kleinigkeiten mal abgesehen. Die Sachs Motoren sind in Silber, alufarben (also blank) und schwarz gehalten. Schrauben und Gewinde sind nicht lackiert. Der Auspuff ist eigentlich silbern, es gibt aber auch schwarze. Die Lüfterhaube wird sehr wahrscheinlich nicht lackiert. Das ist bei Alu aber immer etwas schwierig, eine einheitliche Farbe hinzubekommen, wenn man mit Maschinenaufsätzen dran geht, da die Farbe teilweise sehr hartnäckig war. Der Holzknauf am Starterhebel wurde durch eine zurechtgefräste Holzkugel ersetzt. |